Info-Brief Dezember 2015

Liebe Spenderinnen und Spender, liebe Freunde unseres Projekts,

ich schreiben Ihnen zum letzten Mal einen Brief mit Spendenbitte für Geld für unsere Projekte in 2016. Ende 2016 endet „Brücken bauen“.

Bevor ich Ihnen über unsere Arbeit seit dem letzten Brief im Sommer berichte, möchte ich ein paar formale Dinge an den Anfang stellen, die jetzt wichtig sind:

1) Ab 1. Januar 2016 enden alle Einzugsermächtigungen seitens der Kirche, Sie müssen dafür nichts tun.

2) Wer selber mit monatlichen Daueraufträgen Spenden überweist, den bitte ich, diese Aufträge bei der eigenen Bank zum 1.1.16 zu kündigen.

3) Die Spendenbescheinigungen für 2015 werden wie immer bis Februar 2016 automatisch von der Ev. Kirche zugestellt.

4) Für letzte Spenden im Dezember können Sie den beigefügten Überweisungsträger benutzen oder Sie finden die Kontoverbindung unten auf diesem Bogen.

5) Allen, die gerne das mit uns verbundene Projekt „Brücke der Freundschaft“, das fortgesetzt wird, weiterhin unterstützen möchten, ist dies ab 2016 die neue Kontoverbindung:

Ev. Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen
IBAN DE 41 3506 0190 1011 5040 15
Wichtig : Stichwort: Jugendbegegnung

Die Organisatorin ist – in Zusammenarbeit mit „unserem“ Zdravko in Serbien – Sabine Gresser-Ritter, die seit 2007 deutsch-serbisch-bosnische Jugendbegegnungen durchführt. Diese sind eng mit den Friedensprojekten von „Brücken bauen“ vernetzt und führen unser Anliegen fort. Viele von Ihnen kennen Sabine Gresser-Ritter, da ich sie beim letzten Benefizkonzert vorgestellt habe. Uns verbindet seit Jahren ein unbedingtes Vertrauensverhältnis.

Und nun zu inhaltlichen Punkten:

Wir erleben im Augenblick in unserer Nähe, was Menschen in anderen Ländern seit langem ständig ertragen müssen: die Angst und das Elend, die durch Kriege und Terror hervorgerufen werden. Eine junge Generation gerät in terroristische Organisationen, da sie u.a. keine Lebensperspektive mehr für sich sieht, da sie unter dem ungerecht verteilten Reichtum dieser Erde leidet, da viele nicht als Fremde integriert sind, da sie keine andere Art der Kommunikation als Gewalt gelernt haben. Und intelligente, aber ideologisch „entgleiste“ junge Erwachsene schließen sich dem an.

Diese Themen sind nicht nur die der muslimischen Welt, es sind genau dieselben auf dem Balkan wie auch bei uns in Europa mit dem erschreckenden Erstarken der Rechten. Ich denke, wir müssen uns engagieren. „Brücken bauen“ arbeitet auf dem Balkan, es könnte heute auch anderswo aktiv sein. Wir haben mit dem Projekt auf den ersten deutschen Krieg nach 1945 gegen Jugoslawien reagiert, inzwischen sind weitere Kriege geschehen, an denen wir offen oder verdeckt beteiligt waren und sind. Diese Entwicklung ist erschreckend.

Für die eiligen LeserInnen:

1) Wir haben 2015 unsere Arbeit in Südserbien ausdehnen können, auch wenn die Situation dort sehr schwierig ist.

2) Unsere Friedensgruppe aus Serbien hat eine Reise nach Tuzla in Bosnien unternommen, wo im Bosnienkrieg ein grausames Massaker an Jugendlichen verübt wurde.

3) Die deutsch-serbisch-bosnische Jugendbegegnung 2016 soll uns mit Zdravko nach Südserbien führen, wo unser Partner Novicar Friedensprojekte mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchführt.

4) Die Situation in unserer „Patenstadt“ Becej ist katastrophal. Die Stadt kann ihre eigenen Bürger nicht ernähren und muss jetzt zusätzlich für die vielen Flüchtlinge sorgen. Unsere Partnerin im Sozialamt ist verzweifelt.

Für LeserInnen mit mehr Zeit:

Zu 1) Über den Erfolg des diesjährigen Sommercamps habe ich bereits berichtet. Daneben bemühen wir uns unermüdlich, den Süden Serbiens in unsere Friedensprojekte einzubeziehen. Das ist weit schwieriger als die Arbeit im Norden, im Süden leben Volksgruppen unter großen Spannungen miteinander: Serben, Albaner, Roma und Makedonier . Einmal musste Zdravko eine Jugendbegegnung dort absagen, weil die Situation zu unruhig war und die Eltern Angst hatten, ihre Kinder dort hin zu schicken. Trotz dieser Probleme weiten wir diese Arbeit aus und gewinnen Jugendliche der betreffenden Volksgruppen für unsere Zusammenkünfte und Workshops. Ich betrachte diese Schritte, auch wenn sie klein erscheinen, gerade in der aktuellen Situation als große Schritte auf dem immer noch unruhigen Balkan.

Zu 2) Gerade an solchen Orten mit einer Geschichte wie Tuzla (Bosnien) können wir leichter das Interesse der Jugend gewinnen. Sie fühlen sich unmittelbar angesprochen. Nicht zufällig ist gerade hier ein Projekt „Bina mira“ (Bühne des Friedens) entstanden, wo junge Menschen ihre wichtigsten Themen auf die Bühne bringen. Wir freuen uns über den Kontakt unserer serbischen Jugendlichen mit dieser bosnischen Friedensbewegung.

Zu 3) Wir freuen uns über jeden, der unser Folgeprojekt „Brücke der Freundschaft“ weiter unterstützt. (Konto s.o.) Den Namen haben wir von Zdravko übernommen. Er nennt sein „Friedensnetz“, das er über die Balkanländer gespannt hat, so, und dem schließen wir uns gerne an.

Zu 4) Eine serbische Freundin, die kürzlich in Serbien war, sagte hinterher: „Ich habe meine alten Serben wiedergefunden. Nach jahrelanger Apathie sind sie aufgewacht und werden wieder aktiv wie früher angesichts der Flüchtlingsströme, sie helfen und geben ihr Letztes.“

Dennoch: Becej ist völlig überfordert, es stehen täglich Menschenschlangen vor dem Sozialamt, die man mit versorgen will und muss, aber nicht kann. Darum bin ich froh, dass die Diakonie und die Ev. Kirchengemeinde Schildgen wieder eine Winterhilfe für Becej durchführen. Besonders Brennholz wird benötigt, aber auch Lebensmittel für die Suppenküchen und Hilfe für Familien mit behinderten Kindern. Wenn Sie diese Aktion unterstützen möchten:

Es ist dasselbe Spendenkonto (Altenberg/Schildgen) wie für die Jugendbegegnung (s.o.), aber das Stichwort lautet dann: „Winterhilfe Becej“

Ich werde Sie auch im nächsten Jahr weiter über unsere Arbeit informieren und Ihnen zum Schluss einmal einen Überblick geben über das, was wir seit 1999 geschafft haben. Es ist sehr viel, weit über alle Erwartungen hinaus. Es liegt vor allem daran, dass wir so lange von treuen Spendern unterstützt wurden, die unser Engagement ermöglicht haben. Herzlichen Dank !

Ihnen allen wünsche ich eine frohe Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr.

Herzliche Grüße

Christiane Bertram

 

Liebe Spenderinnen und Spender, liebe Freunde unseres Projekts,

 

ich schreiben Ihnen zum letzten Mal einen Brief mit Spendenbitte für Geld für unsere Projekte in 2016. Ende 2016 endet „Brücken bauen“.

Bevor ich Ihnen über unsere Arbeit seit dem letzten Brief im Sommer berichte, möchte ich ein paar formale Dinge an den Anfang stellen, die jetzt wichtig sind:

1)   Ab 1. Januar 2016 enden alle Einzugsermächtigungen seitens der Kirche, Sie müssen dafür nichts tun.

2)   Wer selber mit monatlichen Daueraufträgen Spenden überweist, den bitte ich, diese Aufträge bei der eigenen Bank zum 1.1.16 zu kündigen.

3)   Die Spendenbescheinigungen für 2015 werden wie immer bis Februar 2016 automatisch von der Ev. Kirche zugestellt.

4)   Für letzte Spenden im Dezember können Sie den beigefügten Überweisungsträger benutzen oder Sie finden die Kontoverbindung unten auf diesem Bogen.

5)   Allen, die gerne das mit uns verbundene Projekt „Brücke der Freundschaft“, das fortgesetzt wird, weiterhin unterstützen möchten, ist dies ab 2016 die neue Kontoverbindung:

Ev. Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen

IBAN  DE 41 3506 0190 1011 5040 15

Wichtig : Stichwort: Jugendbegegnung

Die Organisatorin ist – in Zusammenarbeit mit „unserem“ Zdravko in Serbien – Sabine Gresser-Ritter, die seit 2007 deutsch-serbisch-bosnische Jugendbegegnungen durchführt. Diese sind eng mit den Friedensprojekten von „Brücken bauen“ vernetzt und führen unser Anliegen fort. Viele von Ihnen kennen Sabine Gresser-Ritter, da ich sie beim letzten Benefizkonzert vorgestellt habe. Uns verbindet seit Jahren ein unbedingtes Vertrauensverhältnis.

 

Und nun zu inhaltlichen Punkten:

 

Wir erleben im Augenblick in unserer Nähe, was Menschen in anderen Ländern seit langem ständig ertragen müssen: die Angst und das Elend, die durch Kriege und Terror hervorgerufen werden. Eine junge Generation gerät in terroristische Organisationen, da sie u.a. keine Lebensperspektive mehr für sich sieht, da sie unter dem ungerecht verteilten Reichtum dieser Erde leidet, da viele nicht als Fremde integriert sind, da sie keine andere Art der Kommunikation als Gewalt gelernt haben. Und intelligente, aber ideologisch „entgleiste“ junge Erwachsene schließen sich dem an.

Diese Themen sind nicht nur die der muslimischen Welt, es sind genau dieselben auf dem Balkan wie auch bei uns in Europa mit dem erschreckenden Erstarken der Rechten. Ich denke, wir müssen uns engagieren. „Brücken bauen“ arbeitet auf dem Balkan, es könnte heute auch anderswo aktiv sein. Wir haben mit dem Projekt auf den ersten deutschen Krieg nach 1945  gegen Jugoslawien reagiert, inzwischen sind weitere Kriege geschehen, an denen wir offen oder verdeckt beteiligt waren und sind. Diese Entwicklung ist erschreckend.

 

 

Für die eiligen LeserInnen:

 

1)   Wir haben 2015 unsere Arbeit in Südserbien ausdehnen können, auch wenn die Situation dort sehr schwierig ist.

2)   Unsere Friedensgruppe aus Serbien hat eine Reise nach Tuzla in Bosnien unternommen, wo im Bosnienkrieg ein grausames Massaker an Jugendlichen verübt wurde.

3)   Die deutsch-serbisch-bosnische Jugendbegegnung 2016 soll uns mit Zdravko nach Südserbien führen, wo unser Partner Novicar Friedensprojekte mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchführt.

4)   Die Situation in unserer „Patenstadt“ Becej ist katastrophal. Die Stadt kann ihre eigenen Bürger nicht ernähren und muss jetzt zusätzlich für die vielen Flüchtlinge sorgen. Unsere Partnerin im Sozialamt ist verzweifelt.

 

Für LeserInnen mit mehr Zeit:

 

Zu 1) Über den Erfolg des diesjährigen Sommercamps habe ich bereits berichtet. Daneben bemühen wir uns unermüdlich, den Süden Serbiens in unsere Friedensprojekte einzubeziehen. Das ist weit schwieriger als die Arbeit im Norden, im Süden leben Volksgruppen unter großen Spannungen miteinander: Serben, Albaner, Roma und Makedonier . Einmal musste Zdravko eine Jugendbegegnung dort absagen, weil die Situation zu unruhig war und die Eltern Angst hatten, ihre Kinder dort hin zu schicken. Trotz dieser Probleme weiten wir diese Arbeit aus und gewinnen Jugendliche der betreffenden Volksgruppen für unsere Zusammenkünfte und Workshops. Ich betrachte diese Schritte, auch wenn sie klein erscheinen, gerade in der aktuellen Situation als große Schritte auf dem immer noch unruhigen Balkan.

 

Zu 2) Gerade an solchen Orten mit einer Geschichte wie Tuzla (Bosnien) können wir leichter das Interesse der Jugend gewinnen. Sie fühlen sich unmittelbar angesprochen. Nicht zufällig ist gerade hier ein Projekt „Bina mira“ (Bühne des Friedens) entstanden, wo junge Menschen ihre wichtigsten Themen auf die Bühne bringen. Wir freuen uns über den Kontakt unserer serbischen Jugendlichen mit dieser bosnischen Friedensbewegung.

 

Zu 3) Wir freuen uns über jeden, der unser Folgeprojekt „Brücke der Freundschaft“ weiter unterstützt. (Konto s.o.) Den Namen haben wir von Zdravko übernommen. Er nennt sein „Friedensnetz“, das er über die Balkanländer gespannt hat, so, und dem schließen wir uns gerne an.

 

Zu 4)  Eine serbische Freundin, die kürzlich in Serbien war, sagte hinterher: „Ich habe meine alten Serben wiedergefunden. Nach jahrelanger Apathie sind sie aufgewacht und werden wieder aktiv wie früher angesichts der Flüchtlingsströme, sie helfen und geben ihr Letztes.“

Dennoch: Becej ist völlig überfordert, es stehen täglich Menschenschlangen vor dem Sozialamt, die man mit versorgen will und muss, aber nicht kann. Darum bin ich froh, dass die Diakonie und die Ev. Kirchengemeinde Schildgen wieder eine Winterhilfe für Becej durchführen. Besonders Brennholz wird benötigt, aber auch Lebensmittel für die Suppenküchen und Hilfe für Familien mit behinderten Kindern. Wenn Sie diese Aktion unterstützen möchten:

Es ist dasselbe Spendenkonto (Altenberg/Schildgen) wie für die Jugendbegegnung (s.o.), aber das Stichwort lautet dann: „Winterhilfe Becej“

 

Ich werde Sie auch im nächsten Jahr weiter über unsere Arbeit informieren und Ihnen zum Schluss einmal einen Überblick geben über das, was wir seit 1999 geschafft haben. Es ist sehr viel, weit über alle Erwartungen hinaus. Es liegt vor allem daran, dass wir so lange von treuen Spendern unterstützt wurden, die unser Engagement ermöglicht haben. Herzlichen Dank !

 

Ihnen allen wünsche ich eine frohe Weihnachtszeit und ein gutes neues Jahr.

 

Herzliche Grüße

 

Christiane Bertram

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