Entwicklung Januar 2012

Liebe UnterstützerInnen der „Tolerancija“-Zeitung,

ein Jahr ist wieder vergangen, und ich möchte Euch informieren über die Entwicklung von Zdravkos Zeitung. Vorweg eine Bemerkung zur allgemeinen Situation. Zdravko schrieb mir, dass der völlige wirtschaftliche Zusammenbruch Serbiens jegliche Friedensarbeit  erschwert, da die Menschen in Hoffungslosigkeit  versunken sind. Sie glauben an nichts mehr, sehen keine Perspektive für die Zukunft, da all ihre Anstrengungen zu nichts geführt haben. Ihnen fehlt inzwischen nach 20 Jahren Krieg, Flüchtlingselend und noch immer anhaltender Nachkriegsnot die psychische Kraft für den Aufbau einer zivilen Gesellschaft, und das ist laut Zdravko  ein großes Problem für die Friedensprojekte.

Positiv ist die Bilanz für die Tolerancija-Zeitung. Im letzten Jahr wurden die Seitenzahl und Qualität erhöht. Es wurden Mitarbeiter zu bestimmten Themen gesucht, und die Zeitung ist, wie vor einem Jahr geplant, regional geworden für Serbien, Kroatien und Bosnien, so dass alle Republiken auch über die Vorgänge in den anderen informiert werden.

Der Zeitung angeschlossen hat sich Esad Bajtal, Dr. der Soziologie. Er ist Herausgeber der Zeitung „Der Antifaschist“ in Bosnien. Ebenso dazugekommen ist Gojko Beric, einer der besten Journalisten Bosnien u. Herzegovinas. In den Redaktion arbeitet ebenfalls Dalida Hadzic. Sie ist Radioreporterin für alle ethnischen Gruppen in Sarajevo.

In Kroatien hat die Tolerancija die Erlaubnis erhalten, Informationen zu bekommen vom Dokumentationszentrum Zagreb, wo man sich auseinandersetzt mit der Aufarbeitung der Vergangenheit auseinander setzt.  Ferner haben sie die Erlaubnis zur Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Frieden, Gewaltlosigkeit und Menschenrechte in Osijek bekommen. Von dort haben sie einen Mitarbeiter bekommen, Dr. Milan Ivanovic, Dr. der Ökonomie, der bereits an der Zeitung mitgearbeitet hat und weitere Zusammenarbeit versprochen hat. Ebenso haben sie Unterstützung versprochen bekommen vom ehrenamtlichen Mitarbeiter und Vorsitzenden der NGO „Europäisches Haus Vukovar“. All dies sind große Schritte in der Situation, wo man so schwer engagierte ehrenamtliche Mitarbeiter findet.

 

 

 

 

 

 

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